Hersteller-Information
So beschreibt PYG sich selbst und ihr Designkonzept:
Warum sind Sie Designerin geworden?
Ich bin meinem roten Faden gefolgt.
Was macht Ihnen am meisten Spaß an Ihrem Beruf?
Wohlfühlelemente zu schaffen, einen Raum zu kreieren in dem sich ein Mensch geborgen fühlen kann, z.B. ein gemütliches Zuhause zu gestalten, was aber abgefahrene Formen beinhaltet, inspiriert durch die Unterwasserwelt oder den Mikrokosmos, Möbelkollektionen, die zum eintauchen einladen.
Ich genieße den Freiraum mit Formen, Proportionen zu spielen…mit Farben, verschiedenen Materialien, es geht um die Harmonie aber oft auch genau um den spannenden Kontrast zwischen diesen Elementen.
Internationale Messeauftritte und die Reaktionen der Besucher auf meine Arbeiten.
Was gefällt Ihnen nicht so sehr?
Da ich selbstständig bin, besteht meine Arbeit nicht nur aus Design, Entwerfen und Produzieren, sondern einen Grossteil meiner Arbeit machen auch die organisatorischen Dinge aus, Werbung, Vertrieb, Onlineshop betreuen, Buchhaltung…
Da meine Selbstständigkeit sich aber noch in der Startphase befindet, kann ich momentan noch niemanden dafür bezahlen, dass er mir diese Dinge abnimmt… ;-) ich lerne aber auch viel dabei…
Worauf haben Sie sich spezialisiert und warum?
PYG designed in den verschiedensten Bereichen: Möbel, Accessoires und z.B. die Feltfellows: Filztaschen, die nicht genäht, geklebt, sondern nur gesteckt sind, d.h. die Eigenschaften des Materials wirklich zu nutzen. Es franst nicht aus, hat saubere Schnittkanten, reißt nicht, ist superstabil, regenfest , man kann einfach pur mit dem Material ohne etwas wie Kleber dazuzufügen, dreidimensionale Formen schaffen. Das bedeutet für mich Design.
Arbeiten Sie mit bevorzugten Materialien? Wennja, mit welchen und warum?
Wie oben schon erwähnt, gerne mit weichen, textilen Materialien wie Wolle, Schaumstoff, techn. Filzen, Stoffen … Diese Materialien strahlen für mich Geborgenheit und Wärme aus. In unserer heutigen hektischen Gesellschaft liegt für mich der Schwerpunkt im Design darauf, das Leben lebenswerter und angenehmer zu gestalten. Es ist für mich auch immer wieder spannend durch experimentieren und Spielerei neue Eigenschaften eines Materials zu entdecken und diese qualitativ zu nutzen.
Welche Quellen nutzen Sie als Inspiration?
Das Universum, meine Emotionen
Haben Sie ein designerisches Vorbild?
Ich bin sicherlich durch die niederländischen „droog“ Designer beinflusst, da einige von ihnen an der Akademie der Beeldenden Künste in Maastricht (NL) auch meine Gastdozenten waren. Heute finde ich die Arbeiten von Patricia Urquiola extrem spannend, da sie mit immer neuen Materialien absolut experimentelle, ansprechende Formen gestaltet.
Welchen Designklassiker schätzen Sie besonders und warum?
Die Wohnwelten von Verner Panton, da sie so farbenfroh und organisch sind, wie auch meine innere Formenwelt.
Hat sich der Anspruch an Design in den letzten Jahren verändert und damit auch die Anforderungen an einen Designer? Wenn ja, inwiefern?
eigentlich ist dieses „form follows function“ immer wichtig um ein Produkt zu gestalten das wirklich funktional ist, aber ich bin eher damit beschäftigt sehr emotional an das Thema Design heranzugehen. Funktionelle Produkte – emotional zu betrachten, das gibt dann wieder eine neue Form die natürlich auch funktional sein muss, aber auch Emotionen hervorruft, mit dem Zweck das Publikum zu erfreuen! :-) mit Liebe zu arbeiten…
Im allgemeinen denke ich, ist das Design bewusster geworden, allen Dingen wurde eine Form gegeben, mal wahllos, mal aus funktionellem Hintergrund – heute nimmt die Gesellschaft Formgebung bewusster wahr, dadurch entsteht auch ein höherer Anspruch.
Design ist dadurch oft auch Luxus.
Welche Designtrends können Sie derzeit erkennen?
meinen Hang zu organischen, lebendigen Formen fühle ich auch in den Arbeiten anderer Designer bestätigt. Ich denke der Trend geht tatsächlich in die Richtung natürlicherer Formen. Das cleane, geradlinige, technische Design hat manchmal wenig mit dem Menschen zu tun.
Haben Sie einen "großen Traum", was Sie einmal entwerfen und/oder realisieren möchten?
1. Ich habe Großes vor, sich aber jetzt schon genau auf etwas festzulegen, würde mich in den unendlichen anderen Möglichkeiten beschränken.
2. Die Designmetropole Aachen zu pushen. Es gibt hier in der Grenzregion viele Leute die gutes Zeug machen. Meine Crew mit der wir versuchen uns auch international zu promoten. Wir planen eine neue Website die auch Designmetropole Aachen heißen soll, weil wir finden, Aachen sollte auch populär werden, nicht immer nur Köln, Berlin oder Hamburg … Wir fahren zusammen auf Messen nach Mailand, Moskau, Wien, Tokio … Dieses Jahr war eine einzige Tournee, ich bin gespannt was im nächsten Jahr auf mich zukommt… innere Gelassenheit sollte mein neuer Schwerpunkt sein…
Patricia Yasmine Graf