Beschreibung
Produktnummer: 1248
Das Huhn:
In der Bahnhofshalle, nicht für es gebaut,
geht ein Huhn
hin und her ...
Wo, wo ist der Herr Stationsvorsteh´r?
Wird dem Huhn
man nichts tun?
Hoffen wir es! Sagen wir es laut:
daß ihm unsere Sympathie gehört,
selbst an dieser Stätte, wo es - "stört"!
(Christian Morgenstern, 1871-1914)
Größe:
S (small), Innenmaße: 19,5 x 28 cm
Passend für handelsübliche Taschenbücher und kleinere gebundene Bücher.
Buchumschlag umlibris
Passend für alle Taschenbücher und gebundenen Bücher: Sie lesen gern, oft und überall. Sie nehmen Ihr Buch mit in die Bahn, auf den Flieger, an den Strand. In die Handtasche gestopft, in den Koffer geworfen. Wenn es Ihnen darüber hinaus nicht egal ist, wie Ihr Buch aussieht, wenn Sie mit ihm fertig sind, haben wir eine gute Nachricht: Es gibt umlibris.
Material:
Reiner, edler Cotton Satin, in Deutschland gewebt und im eigenen Betrieb verarbeitet. Bedruckt im Siebdruckverfahren mit lösungsmittelfreien Farben. Anschließend hitzefixiert.
Pflegehinweis:
Waschbar bei 30° in der Waschmaschine. Buntwaschmittel ist empfehlenswert.
Über den Dichter:
Christian Morgenstern wird am 06.05.1871 als Sohn des Landschaftsmalers Carl Ernst Morgenstern und seiner Frau Charlotte, Tochter des Landschaftsmalers Josef Schertel, in München geboren.
Christian verbringt eine glückliche Kindheit und erhält Privatunterricht - die Schule besucht er nur unregelmäßig. 1881 stirbt seine Mutter an einem Lungenleiden (welches er von ihr geerbt hat) und Christian kommt zu seinem Patenonkel, dem Kunsthändler Arnold Otto Meyer, nach Hamburg.
1882 wird Christian auf ein Internat nach Landshut geschickt, für den zarten und gutmütigen Jungen eine schwere Zeit. Nachdem sein Vater erneut geheiratet hat, nehmen er und seine Frau den Jungen zu sich nach Breslau, wo Christian das Gymnasium besucht. Hier lernt er den späteren (berühmten) Schauspieler Friedrich Kayßler kennen - der Beginn einer lebenslangen, tiefen Freundschaft.
Für ein halbes Jahr besucht Christian eine Militärschule, ab 1890 das Gymnasium. Ab 1892 studiert er Volkswirtschaft und Rechte an der Universität in Breslau.
Seine ersten Werke erscheinen in dem von ihm herausgegebenen Blatt »Deutscher Geist«. 1893 erkrankt er an Tuberkulose und muss sein Studium abbrechen; in den nächsten Jahren folgen mehrere Kur- und Sanatoriumsaufenthalte.
Ab 1894 lebt Christian Morgenstern in Berlin und arbeitet als freier Schriftsteller, Redakteur und Journalist für die »Tägliche Rundschau« und die »Freie Bühne«, später als Dramaturg, Herausgeber der Zeitschrift »Das Theater« und als Lektor beim Bruno Cassirer Verlag.
Morgenstern schrieb Grotesken, Gedankenlyrik, Aphorismen, stark beeinflusst von Schopenhauer, Nietzsche und dem Anthroposophen Rudolf Steiner.
1895 veröffentlicht Morgenstern den Nietzsche gewidmeten Band »In Phantas Schloß« und beginnt die ersten »Galgenlieder« für den »Bund der Galgenbrüder« zu schreiben. Zwischen 1897 und 1903 arbeitet er als Übersetzer der Werke von Strindberg und Ibsen. Henrik Ibsen lernt er während einer Skandinavienreise 1898 persönlich kennen, ebenso den norwegischen Komponisten Edvard Grieg.
Morgenstern unternimmt zahlreiche Reisen, vor allem nach Italien und in die Schweiz. 1908 lernt er Margareta Gosebruch von Liechtenstern kennen, mit der sich im gleichen Jahr verlobt. 1909 wendet er sich der Anthroposophie Rudolf Steiners zu, den er zutiefst bewundert. Er wird Mitglied der Anthroposophischen Gesellschaft. Er besucht die Vorträge Steiners in mehreren Orten, lernt ihn auch persönlich kennen. Am 07.03.1910 heiratet er Margareta in Meran-Obermais. Weitere Vorträge Steiners werden besucht. 1911 lässt das Paar sich in Arosa nieder.
1914 verweigert das Sanatorium in Arco, Südtirol, Morgenstern die Aufnahme - sein Gesundheitszustand ist hoffnungslos. Er stirbt am 31.03.1914 in Meran an Tuberkulose. Nach der Einäscherung wird die Urne in das Goetheanum nach Dornach überführt.