Beschreibung
Produktnummer: 1251
Er ist’s:
Frühling läßt sein blaues Band
Wieder flattern durch die Lüfte;
Süße, wohlbekannte Düfte
Streifen ahnungsvoll das Land.
Veilchen träumen schon,
Wollen balde kommen.
– Horch, von fern ein leiser Harfenton!
Frühling, ja du bist’s!
Dich hab’ ich vernommen!
(Eduard Mörike, 1804-1875)
Größe:
S (small), Innenmaße: 19,5 x 28 cm
Passend für handelsübliche Taschenbücher und kleinere gebundene Bücher.
Buchumschlag umlibris
Passend für alle Taschenbücher und gebundenen Bücher: Sie lesen gern, oft und überall. Sie nehmen Ihr Buch mit in die Bahn, auf den Flieger, an den Strand. In die Handtasche gestopft, in den Koffer geworfen. Wenn es Ihnen darüber hinaus nicht egal ist, wie Ihr Buch aussieht, wenn Sie mit ihm fertig sind, haben wir eine gute Nachricht: Es gibt umlibris.
Material:
Reiner, edler Cotton Satin, in Deutschland gewebt und im eigenen Betrieb verarbeitet. Bedruckt im Siebdruckverfahren mit lösungsmittelfreien Farben. Anschließend hitzefixiert.
Pflegehinweis:
Waschbar bei 30° in der Waschmaschine. Buntwaschmittel ist empfehlenswert.
Über den Dichter:
Eduard Mörike wurde am 8. September 1804 als siebtes von dreizehn Kindern des Stadt- und Amtsarztes Karl Friedrich Mörike und seiner Frau Charlotte Dorothea in Ludwigsburg geboren.
In Ludwigsburg besuchte er die Lateinschule, nach dem Tod des Vaters 1817 übersiedelte die Familie nach Stuttgart, wo er Schüler des Gymnasium illustre wurde. Im Oktober 1818 trat er ins niedere theologische Seminar in Urach ein, 1822 begann er das Studium der Theologie am Tübinger Stift – alles mit eher mittelmäßigem Erfolg, wobei er sich vor allem in Tübingen mehr durch Arreststrafen denn durch glanzvolle Leistungen auszeichnete.
Zu den Freunden Johannes Mährlein und Wilhelm Hartlaub, die er bereits von Urach her kannte, traten hier nun Wilhelm Waiblinger und Ludwig Bauer hinzu; Höhepunkt des Freundschaftsbundes bildeten die Orplid-Dichtungen, die Mörike und Bauer 1825/26 verfaßten.
Bis heute nicht völlig geklärt ist Mörikes Liebesverhältnis zu Maria Meyer, die er 1823 in Ludwigsburg kennenlernte, wo sie ohnmächtig auf der Straße liegend aufgefunden worden war – eine Frau von faszinierender Schönheit, erstaunlicher Belesenheit und dunkler Herkunft. Auf den jungen Theologen übte sie einen unwiderstehlichen Reiz aus, der ihn allerdings bald in eine schwere Daseins- und Sinnkrise stürzen ließ.
Dann die Nachricht, daß sie spurlos aus Ludwigsburg verschwunden sei. Als sie 1824 und nochmals 1826 versuchte, Mörike in Tübingen zu treffen – wieder lag sie ohnmächtig vor der Stadtgrenze –, verweigerte er jede weitere Kontaktaufnahme.
Was immer zwischen ihnen vorgefallen sein mag, für Mörike bedeutete sie den Einbruch des Rätselhaften, ja Dämonischen in sein bislang geordnetes Leben; literarisch abgearbeitet wurde der Konflikt in den Peregrina-Gedichten; in der Figur der Zigeunerin Elisabeth fand sie Eingang in den Roman Maler Nolten.
1826 begann er Tätigkeit als Vikar in Nürtingen, 1827/1828 arbeitete er als Redakteur bei einer Zeitschrift. Von 1834-1843 war er Pfarrer im Ort Cleversulzbach. Mörike wurde vorzeitig pensioniert, er war dann unter anderem Literaturlehrer in Stuttgart, 1855 Hofrat und er erhielt 1856 eine Professur. Ab 1871 lebte er wieder in Stuttgart. Mörike starb am 4.6.1875 in Stuttgart.